der rote salon


Evergrey

von Lime

Originaltitel: Evergrey
Bände: 1 (noch nicht abgeschlossen)
Verlag: Tokyopop 2006
Seiten: 184
ISBN:3865803474
Preis: 6,50 €

Inhalt:
Seit Jahrhunderten tobt ein erbitterter Kampf zwischen dem Vampirvolk der Nostro und dem Hexenvolk Sairim, ein Krieg, der so alt ist, dass niemand sich mehr an seine Ursprünge erinnern kann. Dennoch entwickelt sich inmitten dieses Konflikts eine schicksalshafte Liebe zwischen dem Vampirprinz Szandor und der Hexe Kyrania.
Aus dieser Liebe entsteht ein Kind, eine Tochter, die Kyrania in der Welt der Menschen in Sicherheit bringt. Das Mädchen, das von ihrer Adoptivmutter Jessica genannt wird, wächst auf, ohne etwas von ihrer Herkunft zu wissen. Doch um ihren sechzehnten Geburtstag beginnt Jessica zu spüren, dass sie anders ist als andere. Ihre Mutter erscheint nun Nacht für Nacht in ihren Träumen und erzählt ihr die Geschichte ihrer Liebe zu Nostro, und die Welt der Vampire und Hexen scheint langsam aber sicher in Jessicas Alltag einzudringenů

Kommentar:
Evergrey ist ein schöner Comic im Stile der japanischen Manga. Aber keine Sorge, Kulleraugen und Kätzchenohren sucht man hier vergeblich. Wer also sonst keine Sympathien für Manga hat, sollte trotzdem mal einen Blick riskieren. Nicht nur die Cover-Art ist gelungen, auch die Farbbilder im Inneren sind sehr schön (auf der Homepage und in den diversen Lifejournals des Künstlerteams gibt es auch einiges zu sehen: www.lime-manga.com).

Der eigentliche Manga kann zeichnerisch nicht immer voll überzeugen. Hier sieht man dann doch, dass hin und wieder Abstriche am Detailreichtum gemacht wurden und die ein oder andere Proportion ein bisschen merkwürdig wirkt. Allerdings sind das auch eher die Ausnahmen, der größte Teil der Illustrationen wirkt solide und die Geschichte ist stimmungsvoll in Szene gesetzt.
Womit wir auch schon bei der Story wären. Auch wenn die Ideen nicht unbedingt neu sind, macht es durchaus Spaß die Geschichte zu verfolgen. Wie gut sie tatsächlich ist, wird sich wohl erst in den Folgebänden zeigen.
Die Wortwahl ist zwar hin und wieder arg theatralisch geraten, aber das mag Geschmackssache sein. Extrem störend wirkt sich das nicht aus.
Letzten Endes lässt der Band den Leser neugierig auf die Fortsetzung zurück.
Durchaus empfehlenswert, ein bisschen muss man den düsteren Vampirkitsch aber schon mögen.

Wertung:

rezensiert von Pandora



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